Vererbter Haarausfall: Welcher Typ bist Du?
Jeder Mensch verliert täglich 70 - 100 Kopfhaare, die meist wieder nachwachsen.
Fallen jedoch ungewöhnlich viele Haare aus oder wachsen nicht nach, handelt es sich um Haarausfall. Der erblich bedingte Haarausfall ist dabei die häufigste Haarausfallform bei Frauen und Männern. Männer sind hierbei deutlich häufiger betroffen als Frauen. Vor allem im Alter, ab 70 Jahren, leiden fast 80% aller Männer am Haarausfall – davon sind 95% genetisch bedingt.
Wenden wir uns also dem männlichen Haarausfall zu. Das Haar wird dünner, die Schläfen sind immer weniger behaart und es bilden sich mit der Zeit kahle Stellen. Ist man kerngesund und fühlt sich rundum wohl, so ist der Haarausfall wahrscheinlich genetisch bedingt und von einem Vorfahren unfreiwillig vererbt worden. Der vererbte Haarausfall ist keine akute Erkrankung und das stetig lichter werdende Haar ist das Resultat eines natürlichen Prozesses. Dennoch bleibt volles, schönes Haar weithin ein Schönheitsideal und das, obwohl acht von zehn Männern im Laufe ihres Lebens einen erblich bedingten Haarausfall erleiden.
Immer wieder untersuchen wir bei proDERM Mittel zur Behandlung des Haarausfalls. Aktuelle Studienübersicht.
In der Dermatologie wird der vererbte Haarausfall in bestimmte Stufen eingeteilt. Dabei werden die Haarfülle und die behaarte Kopfhaut mittels der Klassifizierung nach Norwood-Hamilton beurteilt:
| Typ 1: Kein Rückgang oder sehr minimaler Rückgang des vorderen Haaransatzes. | |
| Typ 2: Haarausfall vorne und an den Schläfen: dreieckige Regionen ohne Haare (Geheimratsecken). Die Bereiche gehen maximal bis zu einer gedachten, senkrechten Linie über der Mitte der Ohren. | |
| Typ 3: Die "Geheimratsecken" reichen bis zu der über die Ohrmitte gedachten, senkrechten Linie oder darüber hinaus: nun kann man von "Kahlheit" sprechen. | |
| Typ 3 (Scheitel-Typ): Haarverlust vor allem im Scheitelbereich, über der Stirn entspricht die Behaarung den Stadien 1 oder 2, geht aber nicht darüber hinaus. | |
| Typ 4: Größerer Haarverlust im Scheitelbereich: Der Haarverlust über der Stirn überschreitet Stadium 3, die einzelnen Bereiche werden durch einen „Haarstreifen“ voneinander getrennt. | |
| Typ 5: Starker Haarverlust, die einzelnen Bereiche werden nur durch einen dünnen „Haarstreifen“ voneinander getrennt, das Haar an Schläfe und dem Hinterkopf bekommen eine „Hufeisenform“. | |
| Typ 6: Der „Haarstreifen“ ist komplett verschwunden. Die kahlen Bereiche gehen ineinander über und breiten sich zu den Seiten weiter aus. | |
| Typ 7: Der einzige Bereich mit Haaren erstreckt sich von den Ohren zum Hinterkopf. |
Es werden außerdem verschiedene Verlaufstypen unterschieden, die vomTempo des Haarausfalls abhängen:
- „FrüherSteppenbrand“: Schnell fortschreitender Haarausfall beginnt im 20.Lebensjahr und ist mit 30 schon im Stadium 5, 6 oder 7.
- „FrüherSchwelbrand“: Haarausfall beginnt erst im 30. Lebensjahr undverläuft relativ langsam. Oft breitet sich der Ausfall nicht weiteraus, wenn er ein bestimmtes Stadium erreicht hat, das von Mann zu Mann verschieden ist.
- „Spättyp“:Haarausfall beginnt erst nach dem 40. Lebensjahr und entwickelt sichso langsam, dass oft bis ins hohe Alter keine Glatze entsteht
„Früher Steppenbrand“, „Schwelbrand“ oder „Spättyp“? Dumöchtest mehr erfahren?
Doch warum hat man eigentlich Haarausfall und was passiert dabeigenau? Das Testosteron und sein Abbauprodukt DHT(5-alpha-Dihydrotestosteron) spielen die Schlüsselrolle. Männer mitgenetisch bedingtem Haarausfall haben eine höhere Empfindlichkeitder Haarfollikel gegenüber DHT. Auch die Haarwurzelnschrumpfen durch eine Erhöhung des freien Testosterons im Blut. Durch dasSchrumpfen werden die Wachstumsphasen der Haare kürzer und das hatzur Folge, dass Haare schneller wachsen und früher ausfallen. Jedesnachgewachsene Haar ist dabei kleiner und dünner als das vorherige.Zum Schluss stirbt die Haarwurzel ab.
Das Unangenehme am erblich bedingten Haarausfall ist, dass er – wie derName schon sagt – vererbt wird, denn an seiner eigenen Veranlagung kann mannnichts ändern. Vor allem im jungen Alter kann sich der Haarverlustnegativ auf das männliche Selbstbewusstsein auswirken. Wird derLeidensdruck durch den Haarausfall zu groß, kann man versuchen denHaarausfall zu stoppen und das Nachwachsen der Haare anzuregen. Dabeiist es wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung anzufangen,denn es ist bereits in einem frühen Stadium des Haarverlusts nichtleicht, einen Wachstumsschub zu erwirken. Ist der Haarverlust zu weitfortgeschritten, ist es sehr schwer, Haare an den kahlen Stellenwieder wachsen zu lassen.
Behandelt wird der genetische Haarausfall meist mit Hormonpräparatenoder Medikamenten. Im Ernstfall – der endgültigen Glatze –könnte man eine Haartransplantation in Erwägung ziehen, diese sindmeist jedoch sehr kostenaufwändig und nicht für jeden Betroffenengeeignet.
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Vieles amgenetisch bedingten Haarausfall ist heute noch ungeklärt. Etwa:welche Gene sind speziell für den Haarausfall verantwortlich? WelcheGeneration vererbt in welchen Abständen die Gene? Und gibt es dasHeilmittel gegen Haarausfall?
Mit unserenStudien wollen wir diese Fragen klären. Und eventuell kannst Du derForschung hier helfen!
Quellen: